Gewaltfreie Kommunikation (GFK)

Vier Schritte fürKommunikation, die Verbindung statt Abwehr schafft: Beobachtung, Gefühl, Bedürfnis, Bitte. Keine Vorwürfe, keine Urteile -- nur Klarheit.

Was ist Gewaltfreie Kommunikation?

Marshall Rosenberg entwickelte die GFK in den 1960er-Jahren als Methode, Konflikte zu lösen, ohne das Gegenüber anzugreifen. Der Kern: Trenne Beobachtung von Bewertung, und sprich über Gefühle und Bedürfnisse statt über Schuld.

1
Beobachtung
Was nehme ich wahr? (Ohne Bewertung oder Interpretation)
2
Gefühl
Was fühle ich dabei? (Keine Pseudo-Gefühle wie "Ich fühle mich manipuliert")
3
Bedürfnis
Welches Bedürfnis steht dahinter? (Universelle Bedürfnisse, keine Strategien)
4
Bitte
Was wünsche ich mir konkret? (Positiv formuliert, erfüllbar, keine Forderung)

Der häufigste Fehler: Bewertungen als Beobachtungen tarnen ("Du bist immer zu spät" statt "Du kamst am Montag und Mittwoch 15 Minuten nach der vereinbarten Zeit").

GFK-Umformulierer

Wähle einen typischen Vorwurf oder gib einen eigenen ein -- und sieh, wie GFK daraus wird.

Inspiriert von Marshall B. Rosenberg — Gewaltfreie Kommunikation / Nonviolent Communication

Trivia

  • Rosenberg nutzte Giraffen- und Wolfs-Handpuppen in seinen Seminaren -- die Giraffe hat das groesste Herz aller Landtiere.
  • GFK wird weltweit in über 65 Ländern gelehrt und in Schulen, Gefängnissen, Unternehmen und Krisengebieten eingesetzt.
  • Rosenberg vermittelte mit GFK in Konflikten in Israel/Palästina, Ruanda und Sri Lanka.
  • Das Buch "Nonviolent Communication" wurde in über 35 Sprachen übersetzt und über 5 Millionen Mal verkauft.
  • Der häufigste GFK-Fehler: "Ich fühle mich manipuliert" ist kein Gefühl, sondern eine Bewertung des anderen.